Wenn man das Wort Mosel hört, denken die meisten Menschen an den Flussabschnitt zwischen Trier und Koblenz. Anfang und Endstation vieler Moselfahrer. Man übersieht leicht, dass aufwärts von Trier auch die Mosel fließt. Die Obermosel bildet hier den Grenzfluss zwischen Luxemburg und Deutschland. An den Hängen des Tales gedeihen auf Kalkmuschelboden die Reben. Und in der Dreiländerecke, wo Frankreich, Deutschland und Luxemburg sich berühren, liegt das Weinanbaugebiet des Saarlandes. Es ist altes Weinland und bildet innerhalb des Anbaugebietes Mosel-Saar-Ruwer einen selbständigen Bereich. Für das saarländische Weinanbaugebiet, das in der Gemeinde Perl liegt, wurde als Bereichsname die Bezeichnung „Moseltor“ festgelegt. Als Großanlage und als Zusammenfassung der Einzellagen wurde der Name „Schloß Bübinger“ in die Weinbergsrolle, die bei der Kreisverwaltung in Merzig geführt wird, eingetragen. Die Großanlage „Schloß Bübinger“ umfasst die Einzelanlagen:
In allen Weinbergslagen wurden Flurbereinigungsverfahren durchgeführt und das Wegenetz ausgebaut. Die Anbaufläche beträgt 116 ha von denen der Elbling den größten Anteil einnimmt. Als nach dem Krieg die Rebstöcke neu gepflanzt werden mussten, gehörte Perl wie das ganze Saarland zu Frankreich, Pflanzmaterial musste also von dort herangeholt werden. So kommt es, dass jetzt die Rebflächen mit den Sorten Ruländer, Auxerrois, Müller-Thurgau und Elbling bestockt sind, vorher dominierte der Elbling den Weinanbau. Der Muschelkalkboden beeinflusst den Weincharakter und gibt den Weinen die Würze, fruchtige Säure und verleiht ihnen die Eleganz. Die hier erzeugten Weine sind besonders bekömmlich und werden dadurch zu einer begehrten Spezialität. Hier findet der Weinliebhaber für jeden Geschmack und jede Gelegenheit den passenden Tropfen.

