Borg (355m über NN)

Borg wird erstmals 1569 als Filiale der Pfarrei Perl urkundlich erwähnt; jedoch deuten Grabungsfunde, u. a. eine Erdwallburg, auf eine viele frühere Existenz hin. 1743 bekam das Dorf schon seine eigene Kirche und 1749 eine Schule. Politisch gehörte es zu St. Alban in Trier, zu den Bistümern Metz und Trier sowie zum Herzogtum Luxemburg. 1816 bis 1840 war Borg Bürgermeisterei; seitdem war es mit dem Amt Perl vereinigt. Ein historisches Gebäude ist der 2 km vom Ort entfernte Pillingerhof, ein ehemaliges luxemburgisches Schloß, heute ein landwirtschaftliches Gehöft.

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer aus dem Jahr 1728 wurde 1921/22 erneuert. Dem Bau war jedoch keine lange Lebensdauer beschieden. Im ersten Kriegsjahr 1939 wurde er bereits zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut. In der Kirche sind 3 Barockaltäre zu sehen. Vor der Kirche befinden sich Grabsteine aus dem 18. Jh. und zehn alte Kreuzwegstationen von 1819 in Rokokoformen. Seit 1987 wurden im Zuge archäologischer Ausgrabungen des Landkreises Merzig-Wadern und der Kreiskulturstiftung die Überreste eines römischen Gutshofes freigelegt, teilweise konserviert und rekonstruiert. Die so neu entstandene „Römische Villa Borg“ mit Wohn- und Wirtschaftshaus sowie Badehaus, Küche, Taverne und großzügiger Gartenanlage ist in ihrer Größe und Bedeutung herausragend und ein Besuchermagnet für Menschen aus Nah und Fern.

Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
Römische Villa Borg
Römische Villa Borg
Kreuzweg an der Pfarrkirche
Kreuzweg an der Pfarrkirche