Sehndorf (220 m über NN, 213 Einwohner)

Genauso wie Oberperl ist Sehndorf geschichtlich eng mit Perl verbunden. Aus der Römerzeit stammen Reste einer Gutshofanlage und weitere Funde aus der Frankenzeit. Urkundlich erwähnt wurde das Dorf erstmals 1129 durch die Übertragung eines Gutes in „Siegendorf“ an den Trierer Dom. Wallfahrten führen auch heute noch zur Fatimakapelle hoch über dem Ort am Rande der Weinberge. Das stilgerecht restaurierte Winzerdorf hat in der Ortsmitte einen schönen alten Waschbrunnen aus dem 19. Jh. Dieser fügt sich harmonisch in das im Rahmen der Dorferneuerung geschaffene Gesamtbild ein. Lohn der Anstrengungen waren die Goldmedaille im Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ 1993 und die Silbermedaille auf Bundesebene. Auch überregional wurde Sehndorf mit dem Sonderpreis im „Europäischen Dorferneuerungswettbewerb“ 1996 bedacht.

Die kath. Marienkapelle von 1843 beherbergt Anfang des 18. Jh. geschaffene Holzfiguren der hl. Katharina und Gertrud. Mit der Fataimakapelle wurde gegen Ende der 1950er Jahre durch Privatinitiative eine weitere Kapelle erbaut. Oberhalb der Weinberge am Waldrand des Atzbüschs gelegen, ist sie Ziel der Lichterprozession an Maria Himmelfahrt und Endpunkt des durch die Weingärten führenden Kreuzweges.

An der Stelle des ehemaligen Pestfriedhofs wurde 1666 ein Pestkreuz erreichtet, um das nachträglich eine kleine Kapelle gebaut wurde.

 

Waschbrunnen
Marienkapelle
Marienkapelle
Fatimakapelle
Fatimakapelle